Letzte Woche lud mich eine Kollegin ein, sie und ihren Partner am Wochenende ins Lechquellengebirge zu begleiten. Gerne nahm ich diese Einladung an und so ging es Freitagmittag mit dem Zug nach Bludenz, wo ich aufs Bike umstieg. Meine Begleiter würden später mit dem Auto nach Lech und mit den Bikes über die Mautstraße zur Freiburger Hütte fahren, wo wir uns am frühen Abend treffen würden.

Der Weg von Bludenz nach Klösterle verläuft entweder direkt auf der Nebenstraße der S16 oder auf einem mehrheitlich geschotterten Rad/Forstweg. Kurz vor Klösterle besuchte ich dann noch einen Spar-Markt, bei dem ich mich mit dem Wichtigsten für den bevorstehenden Bergtag rüstete. Mit etwas schwererem Rucksack folgte ich etwas umständlich dem Weg Richtung Ravensburgerhütte/Spullersee, wobei das Bike mehrere hundert Höhenmeter zu tragen war. Witzigerweise fühlt es sich fast leichter an, das MTB am Rücken zu tragen, als dieses über steile Wanderpfade zu schieben. Trotzdem war ich froh, als der Weg weiter oben wieder breiter und somit fahrbar wurde.

Den Spullersee ließ ich rechterhand liegen und fuhr über die asphaltierte Mautstraße bis kurz vor die Kreuzung mit der Straße, die zur Freiberger Hütte führte. Diese verläuft einige Kilometer bei moderater Steigung bis zum Parkplatz beim Formarinsee, der dann noch zu 3/4 umrundet wird. Nach einem letzten, kurzen Anstieg erreicht man auch schon die über dem See thronende Hütte, wo ich meine Bekannten traf und gerade noch rechtzeitig für ein Bergsteigeressen ankam :-)

Samstag: Nach schlafreicher Nacht alleine im Doppelzimmer läutete um Viertel nach 6 der Wecker, der mich unsanft daran erinnerte, dass wir um halb 7 frühstücken wollten und gleich am Morgen auf die Rote Wand aufzubrechen. Gesagt-getan stärkten wir uns am bestens ausgestattete Frühstücksbuffet, verstauten unsere Sachen neben den Rädern im Bike-Stall und starteten über die kürzeste Route unserem Ziel entgegen. Der Wandersteig entpuppt sich als sehr lohnend und abwechslungsreich. nach 3 Std. erreichten wir den „Gipfelgrat“, der in leichter Ier Kletterei zum Gipfelkreuz führt. Wir waren nicht schlecht überrascht, wenige Meter unterhalb des Gipfels den Rest eines kleinen Gletschers zu sehen. Dank konstanter Klimaerwärmung kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass es diesen noch länger geben wird… :-(

Zurück folgten wir wetter-bedingt der Aufstiegsroute und erreichten bei einsetzendem Nieselregen wieder die Hütte. Schnell waren die Rucksäcke gepackt sowie Bike-Outfit angezogen und wir fuhren im Regen dem Tal entgegen. Beim großen Parkplatz in Lech trennten sich unsere Wege und ich radelte die letzten Höhenmeter des Wochenendes zum Flexenpass hoch. Ab dort ging es glücklicherweise nur noch bergab, wobei die Straße wesentlich angenehmer und schneller ist als der verwinkelte, geschotterte Radweg. Kurz nach 17:00 erreichte ich den Bahnhof Bludenz und nahm den Zug retour nach Götzis.

Fazit: Viel Glück mit dem Wetter, äußerst gesellige Begleitung, eine gemütliche Hütte sowie eine tolle Tour in schöner Kulisse machen diese 1.5 Tage sicherlich unvergesslich. Die Route lässt sich dank Auto oder Bus um einiges leichter gestalten – für mich war sie in dieser Form nahezu perfekt. Eine lohnende Alternative (bei besseren Wetteraussichten) wäre direkt auf die andere Seite der Roten Wand und von dort ohne Umweg nach Bludenz abzufahren. Nächstes Mal dann :-D

GPS Track Tag 1:
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GPS Track Tag 2:
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